Beurteilen wagen - Aktives Führen mit Zielen und Erwartungen durch konsequentes Anwenden des ERA-Tarifvertrags 2011-12

Wie soll Leistung bezahlt werden? Diese Frage stellen sich immer wieder Unternehmen. Die Antworten darauf sind eine nicht mehr zu überschauende Anzahl unterschiedlicher Vergütungsmodelle. Sie alle versuchen mehr oder weniger durchdacht und konsequent, Leistungsfaktoren zu definieren und ihre Erfüllung zu überprüfen, um dann daraus Geldbeträge zu errechnen.

Wir wollen an dieser Stelle nicht eine vergleichende Untersuchung dieser Varianten starten und darin Vorzüge oder Risiken einzelner Modelle diskutieren. Vielmehr soll ein Verfahren zur Leistungsbeurteilung näher betrachtet werden, dass in seiner Konsequenz und Offenheit für die Zukunft Vorbildcharakter beanspruchen dürfte.
Dass es sich dabei um ein Modell handelt, das nicht einer wissenschaftlichen Umgebung entstammt, sondern der Verhandlung starker Tarifpartner, macht es besonders interessant. Beweist dieses Ergebnis doch, dass vernünftige und zugleich praktikable Lösungen durchaus die Folge eines sozialen Prozesses sein können.

Voraussetzung bleibt dabei allerdings, dass die Verhandlungspartner bereit sind, nicht nur hart zu arbeiten, sondern auch den Gewinn der Lösung, also das Ergebnis, vor die eigene Machtdemonstration zu stellen. Wenn das zutrifft, dann wären die Partner in der Metall- und Elektroindustrie auch auf der Ebene der politisch-sozialen Verantwortung führend.

In unserem Zusammenhang ist der gleich näher beleuchtete ERA-Tarifvertrag ein Beispiel für die konsequente Gestaltung der Leistungsvergütung. Wir werden dabei die Grundzüge dieses Tarifvertrags nur in soweit darstellen, wie es zum Verständnis des Gesamtzusammenhangs nötig ist. Eine umfassende Erläuterung des gesamten Tarifvertrags oder gar eine tarifrechtliche Darstellung ist nicht beabsichtigt.

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Beurteilen wagen 2011-12 (PDF, 352,27 KBytes)

Dr. Bernd Seydel: